HERZLICH WILLKOMMEN! Im fertilitycenter Schleswig-Holstein bieten wir an zwei Standorten in Kiel und Flensburg alle modernen Formen der Diagnostik und Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch an. Besuchen Sie unseren neuen Internetauftritt und lernen Sie uns kennen!

Unsere Leistungen

Diagnostik, Therapie und noch viel mehr...

Frauen mit Kinderwunsch achten oft sehr auf ihren Zyklus. Sie sammeln Informationen über den Zeitpunkt des Eisprungs mittels Ovulationstests oder Temperaturkurven, um das Schwangerwerden zu optimieren. All das kann sehr anstrengend und nach einiger Zeit auch belastend sein. Daher bieten wir unseren Kinderwunschpatientinnen bei Bedarf eine genaue Beobachtung ihres Zyklus mittels Ultraschall und ggf. Hormonwerten an. Wir untersuchen Sie an mehreren Zeitpunkten im Zyklus oft auch kurzfristig.

Zyklusstörungen äußern sich in den meisten Fällen durch zu häufige oder zu seltene Regelblutungen oder sogar durch ein komplettes Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe). Um der Ursache auf den Grund zu gehen, sind häufig Ultraschalluntersuchungen und Hormonbestimmungen an verschiedenen Zeitpunkten im Zyklus notwendig. Dabei behalten wir als gynäkologische Endokrinologen auch stets die Gesamtheit der endokrinen Organe im Auge und testen z.B. auch auf Schilddrüsenerkrankungen, Störungen im Bereich der männlichen Hormone und der Nebennierenrinde und Abweichungen des Milchproduzierenden Hormons Prolaktin. Zusätzlich beziehen wir Ihre individuellen Lebensumstände, Umweltfaktoren und ggf. Medikamenteneinnahmen mit ein. Am Ende einer sorgfältigen Diagnostik steht im Idealfall eine klare Diagnose, die dann auch eine klare Behandlungsstruktur nach sich zieht. Dies gilt für Patientinnen mit und ohne Kinderwunsch.

Die Eileiter einer Frau mit Kinderwunsch müssen offen sein, damit die Spermien zum Ei kommen und das befruchtete Ei dann in die Gebärmutter wandern kann. Um zu überprüfen, ob die Eileiter durchgängig sind, führen wir in Kooperation mit der Park-Klinik in Kiel eine Bauchspiegelung durch. Dabei kann der Operateur sich den gesamten Bauchraum anschauen, ggf. Verwachsungen lösen oder Endometriose entfernen und durch Spülung der Eileiter mit einer Blaulösung deren Durchgängigkeit überprüfen. Sollte sich ein Verschluss zeigen, kann versucht werden, diesen in der gleichen Operation zu öffnen und so den Weg zu Ihrem Wunschkind zu ebnen. In den meisten Fällen nutzt man diese OP, um auch eine Gebärmutterspiegelung (s.u.) durchzuführen.

In aller Regel kann diese Operation ambulant stattfinden, sodass Sie nachmittags in Begleitung wieder nach Hause entlassen werden.

Bei dieser ambulanten OP (Sie kommen morgens und gehen mittags) schauen die Operateure der Park-Klinik mit einer kleinen Kamera in Ihre Gebärmutter. So können Schwangerschaftshindernisse wie Fehlbildungen, Trennwände, Verwachsungen und Schleimhautpolypen der Gebärmutter ausgeschlossen oder entfernt werden. Im Rahmen einer solchen Gebärmutterspiegelung kann auch eine Gewebeprobe (Endometriumbiopsie, s.u.) entnommen werden.

Kinderwunschpatientinnen mit drei oder mehr Fehlgeburten in Folge (habituelle Aborte) oder mit Ausbleiben der Einnistung nach 2-3 Embryotransferen im Rahmen einer Künstlichen Befruchtung (habituelles Implantationsversagen) leiden zu ca. 27% an einer chronischen Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis). Nach einfacher Entnahme einer kleinen Gewebeprobe direkt aus der Gebärmutterschleimhaut kann der Pathologe nach sogenannten Plasmazellen suchen. Kommen diese in einer bestimmten Anzahl vor, erfolgt eine Antibiotika-Therapie über 14 Tage. Untersuchungen zeigen, dass die Rate an erfolgreichen Schwangerschaften nach der Behandlung steigt.

Weitere Informationen dazu können Sie hier downloaden!

Wenn wir in unserer gynäkologischen Untersuchung bei Ihnen ein Myom der Gebärmutter finden, das das Schwangerwerden erschweren könnte, oder wenn wir den Verdacht auf Endometriose haben, stellen wir Sie unseren Spezialisten im Zentrum für Operative Gynäkologie (ZOG) vor. Gemeinsam mit diesen wird dann entschieden, ob eine weitere Diagnostik oder Therapie vor dem Start der Kinderwunschbehandlung notwendig ist.

Bei Kinderwunschpaaren gehört auch die Untersuchung des Mannes zu einer gründlichen Abklärung dazu. Beim Spermiogramm handelt es sich um die Analyse des Ejakulats. Dafür wird das Volumen des Ejakulats sowie die Anzahl, Beweglichkeit und das Aussehen der Spermien unter dem Mikroskop beurteilt und nach Kriterien der WHO ausgewertet. Wir führen diagnostische Spermiogramme in unserem eigenen Labor für alle Männer auch unabhängig von Kinderwunschbehandlungen durch.

Frauen mit Kinderwunsch und drei oder mehr Fehlgeburten in Folge (habituelle Aborte) bieten wir in strukturierter Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern eine gründliche weiterführende Diagnostik an. Dazu gehört u.a. eine Analyse des Chromosomensatzes (Kariotyp) bei beiden Partnern sowie eine Gerinnungsdiagnostik, eine Gebärmutterspiegelung (s.o.) und ggf. eine Endometriumbiopsie (s.o.) bei der Frau. Auch immunologische Aspekte spielen eine Rolle.

Patientinnen mit PCO-Syndrom (Das Syndrom der Polyzystischen Ovarien) beobachten typischerweise unregelmäßige, verlängerte Menstruationszyklen oder sogar ausbleibende Regelblutungen. Ursache ist eine gestörte Eizellreifung, die das Schwangerwerden erschwert. Diese Patientinnen haben oftmals vermehrte männliche Hormone und leiden unter Störungen im Zuckerstoffwechsel und Übergewicht. Um unsere PCO-Patientinnen - sowohl mit als auch ohne Kinderwunsch - optimal betreuen zu können, haben wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern einen klaren und fundierten Leitfaden für Diagnostik und Therapie erstellt. Bei Kinderwunsch reicht oft eine einfache hormonelle Therapie (s.u.) aus.

Weitere Informationen zum PCO-Syndrom können Sie hier downloaden!

Beim PCO-Syndrom und vielen anderen Zyklusstörungen ist die Eizellreifung gestört und damit das Schwangerwerden erschwert. Durch eine leichte Stimulation mit niedrig dosierten Hormonpräparaten können wir die Eizellreifung optimieren. Dabei überwachen wir das Wachstum des Eibläschens mittels Ultraschall und ggf. Hormonanalysen. Das medikamentöse Auslösen des Eisprungs ermöglicht es zudem, den perfekten Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr zu bestimmen und Sie der Erfüllung Ihres Kinderwunsches ein großes Stück näher zu bringen.

Unter einer Insemination versteht man das Einspülen von konzentrierten, beweglichen Spermien des Mannes in die Gebärmutterhöhle der Frau. Diese Methode wird vor allem dann angewandt, wenn die Spermien des Mannes leichte Einschränkungen aufweisen, die durch eine Aufbereitung des Spermas in unserem Labor überwunden werden können. Voraussetzung für das Gelingen einer Insemination sind offene und funktionsfähige Eileiter der Frau. Der Vorteil einer Insemination ist, dass das Einspülen der Spermien zum perfekten Zeitpunkt im Zyklus erfolgt (einige Stunden vor dem Eisprung) und dann die besten Spermien direkt vor Ort sind, um eine Schwangerschaft zu erzielen. Mit der Insemination kann also eine Optimierung der Schwangerschaftschancen erreicht werden. Diese Kinderwunschbehandlung ist schmerzfrei und auf einfache Weise direkt in der Praxis durchführbar. Eine Samenübertragung kann auch mit gespendeten Fremdsamen (s.u.) durchgeführt werden.

Sollte sich Ihr Kinderwunsch auf anderen Wegen nicht erfüllen lassen und eine Schwangerschaft ausbleiben, kann eine Therapie mittels Künstlicher Befruchtung auf dem Weg zum Wunschkind helfen. Diese Kinderwunschbehandlung ist inzwischen seit über 40 Jahren alltägliche Medizin. In unserem Kinderwunschzentrum führen wir jedes Jahr mehrere hundert IVF-Behandlungen durch und konnten so bereits zahllosen Paaren beim Schwangerwerden helfen (beachten Sie hier auch unsere Schwangerschaftsraten).
Der Zeitaufwand für eine Künstliche Befruchtung beträgt insgesamt ca. 4 Wochen, wobei Sie die ersten 14 Tage in aktiver Kinderwunschbehandlung sind und in dieser Zeit etwa 5 Mal in unserem Zentrum Termine haben werden. Die zweiten 14 Tage bestehen aus dem Warten auf den Schwangerschaftstest.

Schritt 1: Die Stimulation des Eibläschen-Wachstums
Mit Beginn der Regelblutung startet eine etwa 10-tägige Hormongabe. Diese Hormone sorgen dafür, dass nicht – wie im natürlichen Zyklus - nur ein Eibläschen heranwächst, sondern so viele wie möglich. Dieses Wachstum wird mittels Ultraschalluntersuchungen und Hormonbestimmungen regelmäßig in unserer Kinderwunschpraxis überwacht, und die Medikamentendosierung wird ggf. angepasst.

Schritt 2: Die Eizellgewinnung („Follikelpunktion“)
Wenn die Eizellen reif sind, werden sie im Rahmen der sogenannten "Follikelpunktion" gewonnen. Ultraschallgesteuert werden von der Scheide aus die Eibläschen punktiert, sodass die darin befindlichen Eizellen abgesaugt und im Reagenzglas aufgefangen werden können. Dieser Eingriff findet in der Regel in kurzer Narkose ambulant in unserer Kinderwunschpraxis statt. Zeitgleich erfolgt die Spermienabgabe durch den Partner. Anschließend sind Sie gemeinsam noch ca. 1-2 Stunden in unserem Ruheraum und verlassen dann auf eigenen Füßen das fertilitycenter. Üblicherweise sind Sie für diesen und den Folgetag krankgeschrieben.

Schritt 3: Die Befruchtung
In unserem praxiseigenen IVF-Labor werden am Tag der Follikelpunktion Ihre Eizellen mit den aufbereiteten Samenzellen Ihres Partners zusammengebracht. Diese werden gemeinsam über Nacht im Brutschrank kultiviert, sodass die Befruchtung auf natürliche Weise stattfindet. Am nächsten Tag überprüfen wir, ob und in welchem Ausmaß die Befruchtung erfolgreich war. Ein bis drei der erfolgreich befruchteten Eizellen werden dann innerhalb weniger Tage zu Embryonen weiterkultiviert. Überzählige befruchtete Eizellen können in flüssigem Stickstoff eingefroren (kryokonserviert) werden (s.u.).

Schritt 4: Der Embryotransfer
Zwei bis fünf Tage nach der Eizellgewinnung werden die Embryonen in die Gebärmutter der Frau eingesetzt (Embryotransfer). Dieser Schritt ist schmerzfrei und einfach in unserer Kinderwunschpraxis durchführbar, Ihr Partner ist dazu herzlich willkommen. Zwei Wochen später ist der Schwangerschaftstest!

Die ICSI-Methode wird bei stark eingeschränkten Spermien angewandt, die die Eizellen im Reagenzglas nicht alleine befruchten können. Für Sie als Patienten gleicht der Ablauf der Behandlung exakt dem einer IVF-Behandlung. Der einzige Unterschied zur IVF ist die Art der Befruchtung im Labor. Bei einer ICSI wird eine einzelne ausgewählte Samenzelle direkt in die Eizelle eingebracht, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erhöht wird. So bietet die ICSI auch bei schweren Einschränkungen der männlichen Fruchtbarkeit eine realistische Behandlungsalternative.

Die Situation der Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung gleicht einem Dschungel. Wir als Kinderwunschmediziner haben inzwischen einen guten Überblick über die verschiedenen Versicherungs-Konstellationen und die Möglichkeiten einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen und helfen Ihnen sehr gerne bei der Beantragung der Kostenübernahme Ihrer Kinderwunschbehandlung.

Grundsätzlich gilt, dass praktisch die gesamte Diagnostik eines Kinderwunschpaares von den Versicherungsträgern übernommen wird. Sobald es zu einer Behandlung kommt, gibt es große Unterschiede bei den Versicherern. Gesetzliche Krankenkassen zahlen üblicherweise die Hälfte aller Kosten, wobei es auch dort bereits einzelne Kassen gibt, die 100% bezahlen. Die Privaten Krankenkassen übernehmen meist die gesamten Kosten einer Kinderwunschbehandlung, dafür ist die Beantragung ungleich komplizierter. Wieder anders läuft es bei der Bundeswehr, Beihilfe oder Heilfürsorge. Sprechen Sie uns gerne an, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, eine künstliche Befruchtung im natürlichen Zyklus oder mit einer sehr niedrigdosierten Hormonstimulation durchzuführen, um Ihren Kinderwunsch erfüllen zu können. Wir beraten Sie gerne!

Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mittels IVF oder ICSI findet der Embryotransfer typischerweise am zweiten oder dritten Tag nach der Follikelpunktion (Eizellgewinnung) statt. Kultiviert man die Embryonen bis Tag fünf im Reagenzglas, spricht man von einer Blastozystenkultur, da die Embryonen dann das sogenannte Blastozystenstadium erreicht haben. Durch die verlängerte Kultur ist es möglich, die Entwicklung der Embryonen genau zu beobachten. Entwickelt sich der Embryo zu einer Blastozyste, steigt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit an.

Kommt es im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mittels IVF oder ICSI zu überzähligen befruchteten Eizellen, können sie als sogenannte Vorkernstadien (Pronuclei) in flüssigem Stickstoff eingefroren (kryokonserviert) und für eine spätere Verwendung gelagert werden. Diese Lagerung ist über Jahre ohne Qualitätsverlust möglich.
Sollte es beim ersten Versuch einer IVF oder ICSI nicht zum Eintritt einer Schwangerschaft kommen, können im nächsten Versuch einfach die eingefrorenen befruchteten Eizellen aufgetaut und in die Gebärmutter der Kinderwunschpatientin eingesetzt werden. Eine erneute Hormonstimulation und Eizellentnahme sind dann nicht notwendig.
So eingefrorene Eizellen können ebenfalls Jahre später für die Entstehung eines Geschwisterchens genutzt werden.

Sollten im Ejakulat keine oder nur unbewegliche Spermien nachweisbar sein, gibt es die Möglichkeit einer Hodenbiospie, der sogenannten TESE (Testikuläre Spermien-Extraktion). Diese wird von den mit uns kooperierenden Urologen durchgeführt. In unserem Labor wird dann untersucht, ob in den entnommenen Hodenproben lebendige und reife Spermien vorhanden sind. Mit diesen Spermien kann dann eine Kinderwunschbehandlung mittels ICSI durchgeführt werden.

Eine Kinderwunschbehandlung kann auch mit gespendeten Fremdsamen durchgeführt werden. Fremdsperma kommt bei Kinderwunschpaaren zum Einsatz, bei denen der Partner keine oder nur sehr eingeschränkte Samenparameter aufweist. Die Proben werden von den Patienten direkt bei einer kooperierenden Samenbank bestellt und in unserem Kinderwunschzentrum eingelagert. Dabei werden Sie selbstverständlich von uns unterstützt. Auch bei Frauen, die in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft leben, oder Single-Frauen kann Fremdsperma eingesetzt werden.

Der Einsatz von Fremdsperma ist in Deutschland im Gegensatz zur Eizellspende gesetzlich erlaubt, wird allerdings von der Krankenkasse nicht übernommen.

Unter Social freezing versteht man das Einfrieren unbefruchteter Eizellen. Dadurch bewahrt man die Qualität der Eizellen in jungen Jahren, um zu einem späteren Zeitpunkt im Leben damit schwanger zu werden, wenn die Fruchtbarkeit ggf. nachgelassen hat. Der Ablauf ähnelt dem Ablauf einer künstlichen Befruchtung: Zunächst wird mittels Hormongabe das Eibläschen-Wachstum stimuliert und per Ultraschall und Hormonbestimmung überwacht. Die reifen Eizellen werden dann im Rahmen der sogenannten Follikelpunktion gewonnen. Ultraschallgesteuert werden Eibläschen über die Scheide punktiert und die Eizellen herausgesogen. Dieser Eingriff findet in der Regel in kurzer Narkose ambulant in unserer Kinderwunschpraxis statt. Die gewonnenen Eizellen werden dann in flüssigem Stickstoff eingefroren (kryokonserviert) und können so über viele Jahre in unserem Kinderwunschzentrum lagern.

Das Einfrieren von Spermien oder Hodengewebe in flüssigem Stickstoff (Kryokonservierung) kann in einigen individuellen Situationen notwendig sein, z.B. bei einer Tumorerkrankung (s.u. Fertilitätserhalt). Auch in anderen Fällen kann eine Lagerung von Spermien sinnvoll sein, zum Beispiel wenn eine Kinderwunschbehandlung geplant ist und der Partner zum notwendigen Zeitpunkt nicht vor Ort sein kann, oder vor einer geplanten Sterilisation.

Treten bei jungen Frauen und Männern Krebserkrankungen auf, die mittels Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung behandelt werden sollen, kann dies die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir die Betroffenen so FRÜH wie möglich VOR einer solchen Behandlung über die Möglichkeiten einer Fertilitätsprotektion beraten und ggf. gemeinsam einen Weg finden, wie die Fruchtbarkeit erhalten werden kann. Denn die Krebstherapie kann dazu führen, dass junge Menschen später auf natürlichem Weg keine Kinder mehr zeugen können. Zum Erhalt der Fruchtbarkeit bei Tumorerkrankungen stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dies können von der einfachen Medikamentengabe, über das Einfrieren von Spermien und Eizellen in unserem Kinderwunschzentrum ähnlich dem „Social Freezing“ (s.o.) bis zur Kryokonservierung von Eierstock- und Hodengewebe sehr individuelle Wege sein. Wir beraten Sie gerne kurzfristig und umfassend und halten uns dabei an die Leitlinien des Netzwerks Fertiprotekt.

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Es gibt noch weitere Zusatzleistungen, die bei einzelnen Kinderwunschpaaren die Chance auf eine Schwangerschaft steigern können. Der wirkliche Nutzen solcher Maßnahmen muss sehr gründlich und individuell bewertet werden, da viele dieser Leistungen eher experimentellen Charakter haben und nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten müssen von den Patienten selbst getragen werden. Daher ist es uns wichtig, Sie ehrlich über den Sinn oder Unsinn solcher Maßnahmen zu beraten.
Solche Maßnahmen können z.B. sein:

⦁ PICSI – Hyaluronat-Bindungstest für Spermien bei ICSI
⦁ Spermaaufbereitung mit Theophyllin
⦁ „Schlüpfhilfe“ (Assisted Laser Hatching)
⦁ Unterstützte Eizellaktivierung (Sog. Ca-Ionophor Zusatzbehandlung)